Eine der Grill und BBQ Neuheiten 2016 ist die Neuauflage der Weber Grillbriketts. Mich freut es, denn ich nutze meinen Weber Kugelgrill mittlerweile seit fast 8 Jahren und bin ein absoluter Fan. Darum widmete ich mich beim letzten Grillabend zur Vorbereitung auf die Grill & BBQ Staatsmeisterschaften einem Test der neuen Weber Briketts.

„Wirklich gute Briketts herzustellen ist im Grunde, wie einen Kuchen zu backen – man benötigt die passenden Zutaten und muss diese in einem perfekten Verhältnis zueinander mischen“, sagt Christian Hubinger, Geschäftsführer Weber-Stephen Österreich GmbH.

Vor allem bei sogenannten Longjobs im BBQ – langsames Garen von primär großen Fleischstücken bei niedrigen Temperaturen – ist die richtige Wahl der richtigen Briketts essenziell und vereinfacht viele Dinge. Umso zuverlässiger die Grillbriketts sind desto einfacher lässt sich die Temperatur steuern und die Hitze konstant halten, es gibt weniger Probleme beim Nachlegen und das BBQ wird dadurch deutlich stressfreier – vor allem als Einsteiger. Weber hat an diesen Briketts nun zwei Jahre gearbeitet um die perfekte Grillbriketts zu entwickeln. Grund genug für einen Test!

Was macht also ein perfektes Grillbrikett aus?

In erster Linie müssen Grillbriketts zuverlässig ihren Zweck erfüllen. Vielen Grillbegeisterten wird es dabei egal sein welcher Name auf den Briketts steht. Das optimale Brikett soll gleichmäßige Hitze abgeben und möglichst lange Hitze abgeben. Vor allem nach der Winterpause (gibt es das beim Grillen wirklich? 🙂 ) bekommt man im Fachhandel oft die Restposten der Briketts vom letzten Jahr, welche bei der Lagerung vielleicht feucht wurden oder hat selbst zu Hause seine Restbestände schlecht gelagert. Die perfekten Grillbriketts sollten also auch gut geschützt vor Feuchtigkeit sein. Und natürlich sollen sie vielseitig einsetzbar sein.

Welche Briketts für welchen Zweck verwenden?

Ich verwende meist für unterschiedliche Zwecke verschiedene Briketts. Wenn es nur ein spontaner Grillabend ist und wir nur Kurzgegrilltes, also Würste, Kotelette oder ähnliches, auf den Rost legen, dann greife ich gerne zu den günstigen Diskonter Briketts. Hier ist das Kosten-Nutzen Verhältnis meiner Meinung nach viel Besser und wenn die Briketts nicht bis zum kompletten Zerfall genutzt werden ist das nicht weiter schlimm.

Anders ist das beim BBQ, Niedertemperatur Garen oder Räuchern. Hier verwende ich grundsätzlich immer Briketts auf die ich mich verlassen kann. Es gibt nichts ärgerlicheres als den Smoker mitten in der Nacht zu starten und morgens nach dem Aufstehen festzustellen, dass die Glut ausgegangen ist. Und was ich bisher in meinem Test der neuen Weber Briketts festgestellt habe macht wirklich Spaß. So geht sorgloses Smoken über lange Zeit.

Du interessierst dich mehr für BBQ und Smoken, dann lies dir unbedingt auch unseren Artikel zum Smokey Mountain durch. Er gehört zu den meistgelesenen Artikeln hier bei uns im Blog und du bekommst viele Tipps zur Verwendung des Weber Smokey Mountain.

Smoke on! – Weber Smokey Mountain richtig verwenden

Der Weber Grillbriketts Test: Was ist neu bei den Weber Briketts?

Das neue Weber Brikett werden aus natürlichen Rohstoffen nachhaltig produziert und bestehen aus karbonisiertem Holz, Wasser und Stärke. Durch eine gleichmäßige Größe, Form und und Dichte der Grillbriketts wird einerseits gewährleistet, dass sich wenig zerbröselte Brikettreste in der Verpackung ansammeln, aber auch dass sie optimale Brenneigenschaften besitzen.

Beginnen wir mit den offensichtlichen Dingen. Die neuen Weber Briketts gibt es nun in zwei Gewichtsklassen: einmal mit 2 kg als perfekte Maßeinheit für einen Grillgang. Ein Sack füllt den Anzündkamin und reicht für ca. 3 Stunden grillen. Der 10 kg Sack ist natürlich für Vielgriller ausgelegt und reicht für 5-6 Grillabende, je nachdem was man auf den Rost legt. Beide Säcke müssen mit der Schere oder einem Messer aufgeschnitten werden und weisen einen Unterschied auf. Während der 3kg Sack nicht mehr verschließbar ist, wurde der 10kg Sack mit einem wiederverschließbaren Verschluss ausgestattet, der auch noch wasserdicht ist.Weber Grillbriketts Testbericht 2016

Die Verpackung der neuen Weber Briketts ist beständig gegenüber Feuchtigkeit und hält die Briketts zuverlässig trocken. Bisher war die Verpackung der Weber Briketts immer aus dickem Papier. In der Neuauflage der Briketts handelt es sich um einen Plastiksack wie hier um unteren Bild an der vom Aufreißen ausgedehnten und zerfransten Öffnung zu sehen ist.
Weber Grillbriketts Testbericht 2016Nachdem ich den kompletten Sack kopfüber in den Anzündkamin gefüllt habe, sieht man hier den zerbröselten Rest der Briketts. Vergleicht man das mit den Briketts vom Diskonter stellt das keinen Vergleich dar.
Weber Grillbriketts Testbericht 2016Direkt nach dem entflammen der Drillanzünder entsteht eine kurze Rauchentwicklung. Wie man hier auch am Bild sehen kann nicht sehr intensiv und ganz normal beim Anzünden von Grillbriketts.
Weber Grillbriketts Testbericht 2016 Jedes Brikett hat dieselbe Form und weist auf beiden Seiten je zwei Rillen im Brikett auf. Dadurch wird die Oberfläche vergrößert und ein schnelleres Anzünden und optimales Durchglühen ermöglicht. Bei meinen Testläufen mit den neuen Weber Briketts war die Anzündzeit im Anzündkamin bei ca. 15 Minuten. Vergleicht man das mit früheren Version der Weber Briketts wie den Long-Lasting Briketts oder anderen vom Diskonter, dann ist damit der Grill um 50% oder mehr schneller auf Betriebstemperatur. Das Argument, das Gasgrills für spontane Grillabende besser sind als Holzkohlegrill erübrigt sich dadurch, denn der Unterschied ist damit wirklich gering.
Weber Grillbriketts Testbericht 2016Für die Leistung des Briketts ist außerdem die Dichte ganz entscheidend. Deshalb wird das Weber Brikett mit einem Druck von 50 Tonnen verdichtet. So wird die Hitze dauerhaft gehalten, wodurch das Brikett besonders leistungsstark ist und eine langanhaltende Glut von bis zu drei Stunden gewährleistet ist. So wie hier am unteren Bild sind die Briketts im Anzündkamin beinahe komplett durchgeglüht. Man kann links erkennen, dass die oberste Schicht Briketts bereits ein einigen Stellen grau wird – genau der richtige Zeitpunkt um die Briketts in die Kohlkörbe zu geben und den Grill auf Temperatur zu bringen.
Weber Grillbriketts Testbericht 2016

Die langanhaltende Glut ermöglicht es Grillfans ganze Menüs zuzubereiten oder sich den neuesten Slow Cooking Trends wie Pulled Pork oder langsam gegarten Spare Rips zu widmen. Dabei ist Slow Cooking nicht nur eine besondere Art, die Zubereitung des Essens zu zelebrieren – durch das langsame und somit schonende Garen bleiben auch viele Nährstoffe erhalten.

Was lange währt, wird endlich gut

Ich habe die komplette Vorbereitungszeit für die Grill & BBQ Landesmeisterschaft in Horn für den Test der neuen Weber Grillbriketts genutzt. Und obwohl ich anfangs skeptisch war, aufgrund der bisherigen Erfahrung mit den Long-Lasting Weber Briketts bei BBQ Longjobs, bin ich nun doch sehr positiv überrascht. Im Vergleich dazu leisten die neuen Grillbriketts von Weber wirklich, dass was sie versprechen. Für Longjobs sind sie mit ca. 3h Grillzeit perfekt und auch für Kurzgegrilltes gut einsetzbar, wenn man sie anschließend abdämpft, in dem man die Luftzufuhr im Kugelgrill abriegelt. Dadurch lassen sich die Briketts beim nächsten Mal grillen wieder verwenden und das schont auch den Geldbeutel.

*Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Weber Grill.