Die kalte Jahreszeit macht hungrig. Also genau die perfekte Zeit um den Grill anzumachen und ein saftiges Stück Fleisch mit leckeren Beilagen zuzubereiten. Hört sich im ersten Moment ziemlich seltsam an, aber Wintergrillen ist schon lange nicht mehr nur für Hartgesottene etwas. Das Ende der Grillzeit am 31. Dezember und Angrillen am 1. Jänner ist schon in vielen verschneiten Gärten und Terrassen angekommen. Ja, WIR grillen auch im Winter – auch wenn die Frequenz etwas niedriger ist als in den wärmeren Monaten. Abgrillen und die Grillgeräte einwintern ist doch nur etwas für Schönwettergriller!

[bctt tweet=“Abgrillen und die Grillgeräte einwintern ist doch nur etwas für Schönwettergriller! #wintergrillen“]

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10 Tipps damit das Wintergrillen gelingt

Wintergrillen unterscheidet sich vom Grillen im Sommer nicht wirklich. Abgesehen von der inneren Stimmung, die schöneres Wetter mit sich bringt ist die Zeremonie des Grillens die gleiche. Wenn da nicht die kalten Temperaturen und teilweise Minusgrade wären. Dafür haben wir für euch 10 Tipps zum Wintergrillen für euch vorbereitet um vor euren Gästen in gewohnter sommerlicher Grillmanier zu glänzen.

1. Die perfekte Kleidung

Egal wie heiß die Glut und wie warm es direkt am Grill ist. Es bleibt Winter und für die kalte Jahreszeit ist warme Kleidung einfach Pflicht. Damit du dir keine Erkältung holst ist eine angemessene Kleidung Pflicht. Ideal ist natürlich eine eng anliegende Softshell Jacke. Je nach Wetterlage dazu auch noch ein Schal, eine Haube und Handschuhe. Alle Kleidungsstücke die seht weit sind oder vom Körper herunter hängen sollten aufgrund der Brandgefahr und zugunsten der eigenen Sicherheit vermieden werden.

2. Die richtige Lagerung der Grillbriketts

Die Lagerung der Grillbriketts oder Grillkohle ist extrem wichtig. Eine Lagerung im Außenbereich sollte unbedingt vermieden werden oder zumindest sichergestellt sein, dass die Grillbriketts nicht feucht oder gar nass werden. Wenn in der Garage oder einem Nebenraum kein Platz dafür ist, dann ist eine gut abgedichtete Lagerbox auf der Terrasse ebenfalls eine gute Möglichkeit Grillbriketts zu lagern. Schließlich möchte man dann nicht beim Grill anzünden feststellen, dass die Briketts im Anzündkamin nicht ordentlich ziehen, weil sie feucht geworden sind.

3. Leichter Zugang zum Grillplatz

Der Grillplatz sollte vom Haus aus leicht zugänglich sein. Ein Spießrutenlauf bis zum Grill oder Smoker kann zu unnötigen Unfällen sorgen. Außerdem ist bei extremer Kälte ein kurzer Weg zum Haus von Vorteil, da du dich so schnell mal Aufwärmen gehen kannst. Der Ort an dem der Grill steht sollte aus Sicherheitsgründen mindestens 3 Meter Abstand vom Haus haben und von Eis und Schnee befreit sein. Auch der Grill sollte schneefrei bleiben, das bedeutet wenn es draußen schneit ist eine Überdachung definitiv von Vorteil um die Temperatur im Grill und am Rost besser zu halten.

4. Auf die Hitze achten

Und damit sind wir auch schon bei einem sehr wichtigen Punkt, nämlich dabei eine konstante Hitze im Grill zu halten. Was im Sommer gilt, ist im Winter noch viel mehr zu beachten: den Deckel möglichst selten heben und nicht zu oft in die Garkammer des Grills blicken. Man verliert im Winter dabei einfach zuviel wertvolle Hitze und man arbeitet sowieso schon unter erschwerten Bedingungen an einer konstanten Hitze. Außerdem ist die Windrichtung zu beachten, sonst können bei starkem, kalten Wind die Briketts schnell abkühlen und Asche auf das Grillgut geweht werden. Eine bequemere Alternative ist definitiv der Gasgrill, da mit ihm eine konstante Temperatur relativ einfach gehalten werden kann.

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5. Das richtige Grillgut

Die Winterzeit bietet neben klassischen Fleischstücken für Braten und Steaks auch saisonal sehr leckeres Grillgut. Zum Beispiel gibt es im Winter Gänse, Wildschein, Lamm oder Fischsorten, welche im Frühling und Sommer gar nicht oder nur schwer erhältlich sind. Es sollte auf jeden Fall bei langgegrillten Gerichten ein Fleischthermometer eingesetzt werden, da sich die gewohnte Grillzeit im Winter durch die Wettereinflüsse stark verlängern kann und selten Erfahrungswerte vorliegen.

6. Für ausreichend Beleuchtung sorgen

Wer nachmittags oder abends den Grill startet muss im Winter damit rechnen, dass es schnell und früh dunkel wird. Deswegen ist wichtig einen gut ausgeleuchteten Grillplatz zu haben. Alternativ ist auch eine Grill LED Leuchte, welche man am Griff befestigt sehr hilfreich um im Dunkeln den Grillrost und das Grillgut erkennen zu können. Eine Stirnlampe tut zur Not auch ihre Dienste.

7. An genug Briketts denken

Beim Wintergrillen benötigt man in der Regel mehr Briketts, an sehr kalten Tagen kann das etwa die doppelte Menge im Vergleich zu einem Sommertag sein. Zusätzlich dazu sollte man beim Anzünden auch etwas Holzkohle benutzen, da diese schneller durchgeglüht ist und höhere Temperaturen erreicht. Dafür hält die Temperatur bei Grillkohle nicht so lange an und sie ist schneller durchgeglüht. Ähnliches gilt auch für Gas, da der Verbrauch bei Kälte steigt.

8. Geschirr vorwärmen

Wenn es draußen kalt ist, sollte nur das Nötigste in die Kälte gebracht werden. Das gilt besonders für das Geschirr, denn wenn es draußen unter 0°C hat, kühlen die Teller schnell ab und damit auch das fertige Grillgut. Ideal ist es, wenn das Fleisch vor dem Grillen auf Raumtemperatur gebracht wird und anschließend direkt auf dem Grill landet. Für den Transport vom Winter-Grillplatz auf den Teller ist eine Warmhaltebox empfehlenswert.

9. Das richtige Aufräumen

Ist das Essen fertig gegrillt, sollte schnell aufgeräumt werden. Vor allem der Grillrost sollte schnell abgebürstet und mögliche Fettspritzer rund um den Grill sauber gemacht werden, da diese schnell einfrieren können und sich dann nur mehr schwer wegwischen lassen. Bevor man den Grill wieder an seinen Abstellplatz bringt, sollte man ihn trotzdem abkühlen lassen und erst dann wieder winterfest einpacken und unterstellen.

10. Aus Fehlern lernen und weiter machen

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt! Wie bei allen Dingen, die man das erste Mal probiert klappt nicht gleich alles auf anhieb. Es ist also wichtig, dass du dich nicht unterkriegen lässt und aus deinen Fehlern lernst. Und natürlich beim nächsten Wintergrillen alles besser läuft.

[bctt tweet=“Aus Fehlern beim #wintergrillen lernen und nicht aufgeben – beim nächsten Versuch klappt alles besser!“]

3 Bücher zum Thema Wintergrillen

Weber's WintergrillenWeber's Wintergrillen von Jamie Purviance ist mittlerweile der Klassiker unter den Grillbüchern für die kalte Jahreszeit. Weber versucht dieses Thema unter den deutschen und österreichischen Grillern beliebter zu machen. Neben einer wirklich ausführlichen Einführung in das Thema und vielen Tipps und Tricks bekommst du in der gewohnten Weber Grillbuch Manier die besten Rezepte zum Wintergrillen serviert. Toll bebildert, gut beschrieben und leicht zum Nachmachen! Für mich persönlich ist dieses Buch ein Highlight und gehört einfach in jede Kochbuch-Ecke für Grillfans.

Zu Weber's Wintergrillen Tom Heinzle Winter Grillen

Das zweite Buch zum Thema Winter Grillen stammt von Tom Heinzle und wurde für Napoleon verlegt. Auch in diesem Buch bekommt man ausreichen Tipps für das Grillen in der Kälte und spannende Rezepte. Wer den Heel Verlag kennt, weiß dass er für ein gutes Sortiment an Grill, Smoker und BBQ Bücher bekannt ist. Und Wintergrillen mit Napoleon und Tom Heinzle passt hier einfach perfekt ins Sortiment.

Zu Tom Heinzle's Wintergrillen Dr. Oetker Wintergrillen

Dr. Oetker bietet ebenfalls ein Buch zum Wintergrillen an. Die Informationen sind darin jedoch leider sehr kurz gehalten. Dafür bekommst du insgesamt 60 coole Rezepte, angefangen von kurzgegrilltem Fleisch bis zum Glühwein vom Grill.

Zu Dr. Oetker's Wintergrillen